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Events/Motorradtour Juli 05

 
 
 
 
 
 
 

 

Von Monster, Bandit und Katzen-Elnbogen

Der Weiberkram auf Motorrad-Tour………

Am Freitag (1.7.05) um 15.30 - nach einem letzten Regenschauer - sind wir in Neuss gestartet, haben uns in Köln und Bonn durch den Berufsverkehr geschlängelt und sind auf der gut ausgebauten B9 – immer am schönen Rhein entlang – Richtung Koblenz gefahren. In Bad Breisig gab es den ersten Halt in einer Eisdiele – dort haben wir den Altersdurchschnitt mal eben um 30 Jahre gesenkt, denn die Kurgäste hatten immer ihren Rollator dabei.

Gestärkt ging es weiter bis Koblenz und durch den Naturpark Nassau kurvenreich nach Charlottenberg.

In Charlottenberg angekommen haben wir unser Haus
(das Frauenlandhaus hat uns seine Frauenpension – eine Straße weiter - komplett zur Verfügung gestellt) bezogen, die Motorräder abgesattelt, ein erstes kühles Bier genossen und sind gemeinsam nach Balduinstein gefahren wo wir im Restaurant Rosenstolz unsere Energiereserven auftanken konnten. Das dort entdeckte Basaltfeuer (sehr lecker, 56%ig, und Uta konnte danach so toll Husten…..) wurde gleich gekauft und sollte am Samstagabend für laute Gesänge in Charlottenberg sorgen (aber das kommt später).

Der Freitagabend endete in unserem Innenhof, in Gesellschaft unserer Motorräder, mit dem ein oder anderen Bier und spätestens um 24.00 Uhr war außer gelegentlichen Schnarchern kein Geräusch mehr zu hören. Die Städter unter uns empfanden die Ruhe eher als schlafstörend und hätten gerne als Schlummermusik ihr Motorrad laufen lassen.
 

Am nächsten Morgen fiel manchen das Aufstehen schwer. Da hilft eine Dusche und ein Kaffee.

Nach einem gesunden Frühstück sind wir am Samstag gegen 10.30 Uhr gestartet (ganz, ganz leise versteht sich). Die erste Etappe unserer Tour führte uns über nette Örtchen wie Weinähr, Köbelerhof, Rettert und Katzen-Elnbogen nach Bad Schwalbach.

Dort beginnt eine unter Bikern bekannte Strecke, die Wisperstrasse. Am Ende dieser Strecke, nach vielen serpentinenartigen Kurven, sind wir dann auch schon in Lorch am Rhein angekommen und konnten die Aussicht auf die Weinberge, Burgen und Fachwerkhäuser der Region genießen. Auf der B42 am Rhein entlang ging es weiter bis Sankt Goarshausen und mit der Autofähre über den Rhein nach Sankt Goar.

 

Dort angekommen machte sich bei einigen der hungrige Magen bemerkbar und kurz entschlossen haben wir den zweiten Teil der Tour umgedreht und sind zuerst nach Alken an der Mosel gefahren – wo laut Klaudia ein nettes Lokal mit zivilen Preisen und guten Essensportionen zu finden ist.

Also mit Vollgas in zwei Gruppen (vorneweg in der schnellen Gruppe sollen auch mal Spitzengeschwindigkeiten von 150 km/h auf dem Tacho gestanden haben….) die B9 bis nach Boppard und dann Bergauf in den Hunsrück. Oben angekommen bot sich ein fantastischer Ausblick sowohl auf den hinter uns liegenden Rhein als auch auf die Mosel – dies wurde von den Soziusfahrerinnen Andrea und Beate berichtet, denn die Fahrerinnen hatten genug mit den Kurven, 180° Kehren und den teilweise nassen Strassen zu tun. Jetzt nur noch die Serpentinen runter und ein halbes Schwein auf Toast sollte auf uns warten. Klaudia hatte Recht, das an der Mosel liegende Lokal hatte nicht nur zivile Preise sondern dazu noch gutes und ausreichendes Essen. Und da alle ihre Portionen aufgegessen haben, ließ sich dann auch endlich die Sonne blicken.

 

Im Sonnenschein ging es wieder auf die Maschinen und weiter nach Treis-Karden, immer an der Mosel entlang. Von dort wieder rauf in den Hunsrück und über Bruttig-Fankel und Beurenhof nach Kastellaun. Leider blieb uns die Sonne nicht treu und die schönen Kurven konnten wir nicht immer genießen, denn die Straßen wechselten ständig zwischen trocken und nass. Ab Kastellaun wurde es dann auch von oben her nass und die Hunsrückhöhenstraße haben wir schnell hinter uns gelassen, in der Hoffnung, unten am Rhein wird es wieder trocken. Also ab nach Sankt Goar rauf auf die Fähre nach Sankt Goarshausen und über Nastätten trocken nach Charlottenberg.


 


Dort wartete eine heiße Suppe auf uns und unser Basaltfeuer…..
 


 

 

 

Der Abend wurde fröhlich und in ausgelassener Stimmung haben wir den Bewohnern von Charlottenberg mehrere Ständchen gesungen. Aber auch an diesem Abend lagen alle zeitig in Ihren Betten denn am Sonntag stand die Rückfahrt auf dem Programm.
 

 

 

 


Vier Frauen haben den direkten Weg über die Autobahn heimwärts genommen und die verbliebenen sieben Frauen auf sechs Motorrädern sind durch den Naturpark Nassau über Montabaur, Wirges, Selters bis nach Dierdorf gefahren. Von dort ging es am Holzbach entlang nach Puderbach und Neustadt (viele schöne Kurven – diesmal trocken -, aber leider teilweise schlechte Straßenverhältnisse) und von dort durch den Westerwald runter nach Linz am Rhein. In der historischen Altstadt gab es viele sehenswerte Häuser, Urlaubsfeeling und eine Eisdiele mit leckerem Eis und Milchshakes. Und leckeren Keksen für Anna ... eh Sissi. Die Sonne brannte heftig und scheuchte uns wieder auf die Motorräder, damit uns der Fahrtwind die nötige Abkühlung verschafft. Ab jetzt nur noch die B42 Richtung Bonn und ab da Autobahn bis Erkrath. Wir hatten in Linz beschlossen den schnellsten Weg Richtung Heimat zu nehmen und die Tour in einer Biker Kneipe (Cafe Schräglage) im Neandertal ausklingen zu lassen und mit vollem Bauch unseren jeweiligen Heimweg anzutreten.

Alle hatten viel Spass, ausreichend Kurven und Geschwindigkeit und sind gesund zu Hause angekommen.

Vielen Dank an Euch für Eure gute Stimmung, Eure Disziplin beim Fahren in der Gruppe (vor allem auf der Autobahn war die Arbeit hinten in der Gruppe beim Überholen perfekt), den vielen Lachtränen und den schönen gemeinsamen Erlebnissen und netten Gesprächen.

Da uns die Tour und auch das Organisieren viel Spaß gemacht hat, bieten wir im nächsten Jahr eine Tour in die Rhön an. Merkt Euch schon mal den 15.-18.06.2006 vor. Aufgrund der längeren Anreise benötigen wir vier Tage, werden aber auch den legendären Schottenring fahren. Und wer dieses Jahr noch nicht genug hat, sollte immer mal wieder ins Forum schauen, eine Tagestour werden wir noch anbieten.

Wir sehen uns auf der Piste.

Annette und Silke